
emotional interfaces – Warum wir Menschen den Maschinen näher stehen als wir denken
Je menschlicher der Computer sich äußert, desto einfacher werden wir mit ihm zurechtkommen. Der Kanal für Emotionen ist wegen des sozialen Charakters der Interaktion dabei ohnehin geöffnet, so dass sich eine sehr gute Möglichkeit bietet, auf mehr Ebenen als im bisherigen Interface-Design (absichtlich) zu kommunizieren: Wir müssen dem Computer nur Emotionen verleihen, bzw. sie ihn glaubhaft simulieren lassen. Der Mensch kann solche Informationen ohne Anstrengung, eben intuitiv, verarbeiten.
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Zu meinem Diplom-Thema und warum wir Menschen schon stärker von Maschinen abhängen, als wir vielleicht gern glauben, schreibt mir mein Vater von seinen Erfahrungen bei Siemens:
Fotos aus dem Hochregallager …
… hab ich zwar – glaub ich – auch nicht, aber deine Behauptung, dass nur noch ein Computer weiß, wo was liegt, die stimmt für Siemens Amberg schon seit bald 30 Jahren. Das beweist u.a. die Drohung, die anno 1982, als ich nach Amberg kam, in der EDV-Abteilung – so hieß das damals – geläufig war: Ich lager dich ein … was soviel bedeutete wie “da findet dich keiner mehr”. Und das ging wieder zurück auf ein Ereignis kurz vorher: Aufgrund irgendeines Fehlers im LagerComputer stimmten die Lagerplatzdaten nicht mehr. In einer Großaktion mussten die Leute – wahrscheinlich die verantwortlichen EDV-Spezialisten – auf der Gabel des Förderzeugs stehend die einzelnen Lagerfächer überprüfen – bis in 20 m Höhe.
Soviel zu den “alten Zeiten”.